Bundestagswahl 2017

FDP profitiert in Düsseldorf am stärksten von CDU-Verlusten

Welche Partei hat in Düsseldorf Stimmen an andere verloren und wie viele? Und wer konnte besonders viele Nichtwähler mobilisieren? Unsere Grafik zeigt, wie sich die Stimmen der Wähler verschoben haben.

Von Christina Rentmeister und Phil Ninh

Die FDP hat in Düsseldorf bei der Bundestagswahl von allen Parteien am meisten Stimmen dazu gewonnen. Auch weil sie viele Stimmen von früheren CDU-Wählern bekommen hat. Wir zeigen, an wen die Parteien in Düsseldorf Wähler verloren haben.



Besonders groß waren die Verluste der CDU bei den Düsseldorfer Wählern. Sie bekam 21.300 Stimmen weniger als bei der Wahl 2013. 18.300 Wähler hat die SPD verloren. Von den schlechten Werten der beiden Volksparteien hat vor allem die FDP profitiert. 20.4000 Wähler gaben in Düsseldorf diesmal der FDP statt der CDU ihre Stimme. Außerdem gingen rund 2200 ehemalige CDU-Stimmen an die AfD.

Die gewann in Düsseldorf vor allem Wähler von SPD und Linken dazu. 5700 frühere SPD-Wähler stimmten nun für die AfD. Von den Linken wanderten 1800 Wähler zur AfD.

Von bisherigen Nichtwählern entschieden sich diesmal besonders viele, die kleineren Parteien zu wählen. 8700 bisherige Nichtwähler gaben ihre Stimmen der FDP, 4800 der AfD und 3800 den Grünen. Die CDU konnte als große Partei immerhin 8200 Nichtwähler mobilisieren; die SPD 4800.

Errechnet worden ist die Wählerwanderung für Düsseldorf vom Amt für Statistik und Wahlen Düsseldorf. Dieses wendet dafür ein anerkanntes statistisches Schätzverfahren an. Dabei werden auf Basis der Wahlergebnisse der Bundestagswahlen von 2013 und 2017 die Wählerwanderungsströme zwischen den Parteien sowie zwischen Parteien und Nichtwählern analysiert. Beachtet werden muss, dass sich Stimmbezirke zum Beispiel durch Zu- oder Wegzüge strukturell verändert haben könnne. Zudem besteht wie bei allen statistischen Schätzungsverfahren eine Fehlerwahrscheinlichkeit. Die kommt vor allem bei kleinen Parteien zum Tragen. Daher beschränkt sich die Analyse des Düsseldorfer Amts für Statistik und Wahlen auf CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD sowie sonstige Parteien und Nichtwähler.

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Von Christina Rentmeister (Text), Phil Ninh (Design und Programmierung)

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RP ONLINE, 15.11.2019

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