Eine Reise durch die Region


#RheinStories



Acht Wochen waren Maren Könemann und Marie Ludwig für das Instagram-Format #RheinStories unterwegs: Mit einem elektrisch umgerüsteten T1-Bulli haben sie die Region entdeckt und täglich lokale Geschichten auf Instagram erzählt. Hier erzählen sie von besonderen Erlebnissen ihrer Reise.

Foto: Andreas Bretz

Hi, wir sind Maren und Marie - die Köpfe hinter den #RheinStories, unserer Reise durch die Region. Wir haben das Instagram-Format während unserer Zeit an der Journalistenschule der Rheinischen Post entwickelt - über ein Jahr haben wir an dem Konzept gearbeitet!

Einen kleinen Einblick bekommt Ihr im Trailer der #RheinStories:


Nachhaltig, mobil und innovativ

… so stellen wir uns digitalen Lokaljournalismus vor. Deshalb haben wir Weltverbesserinnen und Weltverbesserer aus der Region gesucht, interviewt und auf unserem Instagramkanal @rheinischepost vorgestellt. Deshalb waren wir mit einem Elektro-Bulli unterwegs, unserem Rheiner 🚎. Und deshalb wollten wir zeigen:

„Lokaljournalismus ist so viel mehr als die drei K´s: Karneval, Kaninchenzüchterverein und der Kreisverkehr ‘umme Ecke’.“

Neben dem Thema Nachhaltigkeit haben wir unsere Followerinnen und Follower mit auf Spurensuche nach dem rheinischen Lebensgefühl und den schönsten Orten NRWs genommen. Wir wollen die Liebe für unsere Region und unser Zuhause zeigen - vor allem im Corona-Sommer 2020.

Unsere Reise führte uns durch acht Regionen: von Mönchengladbach über das Ruhrgebiet, vom Niederrhein bis ins Bergische Land und wieder zurück in die Landeshauptstadt.

In den #RheinStories wollten wir nicht nur durch unsere Region fahren, sondern auch so richtig ankommen - deshalb haben wir auch übernachtet. Und zwar jede Woche auf einem anderen Bauernhof. Aber immer im gleichen Bett: im Dachzelt auf unserem Bulli Rheiner ❤️.

Foto: Thomas Lammertz

Neben den Stories auf Instagram haben wir gemeinsam mit unserem Kollegen Henning Bulka und unserer Kollegin Helene Pawlitzki außerdem den #RheinStories-Podcast produziert 🎙️. In einer ersten Staffel haben wir uns auf unsere Reise vorbereitet und mit Expertinnen und Experten über die Themen gesprochen, die die #RheinStories ausmachen:




Und jetzt: Lasst uns losfahren!

***

#RheinStories treffen Gladbach-Fan „Radi“


Wiedersehen in der Nordkurve

Woche 1: Mönchengladbach – Rheiners erste Fahrt führt von Düsseldorf zum Borussia-Park nach Gladbach. Dort treffen wir einen ganz besonderen Fußballfan: Stefan „Radi“ Rademacher. Und seinen Doppelgänger aus Pappe.

Kutte, Fanclub, Dauerkarte - seit 47 Jahren hat Radi kaum ein Spiel seines Lieblingsvereins verpasst. Die Corona-Pandemie war für ihn eine schwierige Zeit. Nach 121 Tagen kehrt Radi das erste Mal zurück in die Nordkurve ⚽️🙌.

Im Borussia-Stadion stehen im Frühjahr 2020 über 22.000 Pappkameraden – auch Radi hat sich als Fan in der Nordkurve aufstellen lassen. So konnten er und die Fans auch in der Corona-Krise bei den Spielen anwesend sein.

Sich die Spiele im Fernsehen – ohne Atmosphäre durch lautstarken Fan-Gesang – ansehen zu müssen, hat Radis Sehnsucht nach seinen Stadion-Besuchen noch verstärkt. Als er nach Monaten zum ersten Mal wieder in der Nordkurve an seinem Stammplatz steht, lässt Radi seinen Emotionen freien Lauf 🗣️:

„Die Fans sind – abgesehen von den elf Spielern – das A und O, die Seele des Fußballs. Das gehört einfach zusammen!“


Hier findet Ihr die ganze Story zu unserem Tag mit Radi im Borussia-Stadion:


Jede #RheinStories-Woche gibt es auch zum Hören. Mit unserem Kollegen Henning Bulka haben wir immer sonntags auf die Highlights zurückgeblickt. Hier geht’s zur ersten Folge:


Weitere Highlights aus unserer ersten Woche ⬇️


***

#RheinStories treffen Gasballon-Europameister


Über den Wolken des Rheinlands

Woche 2: Krefeld – Direkt zu Beginn unserer Woche in der Region Krefeld und Duisburg haben wir Bulli Rheiner 🚎 gegen einen Heißluftballon getauscht. Und dafür haben wir wirklich alles gegeben: Mitten in der Nacht sind wir aus dem Bett gekrochen, um zum Sonnenaufgang auf dem Flugplatz Krefeld-Egelsberg parat zu stehen. Von dort wollen wir die #mustsees der Region von oben entdecken. Unser Guide: Volker Kuinke, zweifacher Europameister im Gasballonfahren.

Volker fährt schon seit 37 Jahren Ballon. Angefangen hat alles bei einem Shopping-Tag mit seiner Oma in Düsseldorf. Volker war noch ein Teenager, als er in einem Geschäft ein Plakat entdeckte: eine Ballonwettfahrt noch am selben Tag.

„Ich habe zu meine Großmutter gesagt: ,Oma, lass alle Einkaufstüten liegen, da müssen wir hin!’“

Aus dem spontanen Entschluss entstand eine Leidenschaft und Erfolgsgeschichte: 1996 legte Volker die Strecke von Düsseldorf bis in die Bretagne zurück – ganze 860 Kilometer. Die Reise bewältigte er in einem Gasballon. Damit kann man wesentlich länger in der Luft bleiben – zum Teil sogar Wochen. Einziger Nachteil: Man muss sich auf zwei Quadratmetern häuslich sehr gut einrichten – auch für den Gang zur Toilette 🙈.

Und jetzt rein ins Körbchen!

Ballontasche raus, Stoff entfalten, Ventilatoren an – auf dem Flugplatz pusten wir etwa 3400 Kubikmeter Luft in unseren Ballon.

Feuer frei 🔥: Mit dem Doppelbrenner schießt unser Pilot warme Luft in den Ballon. Jetzt heißt es einsteigen und winken. „Verfolger” Willi wird uns später wieder mit dem Transporter einsammeln. Wo wir genau landen, weiß allerdings noch niemand.

Das erste, was wir beim Aufstieg sehen, ist die wunderschöne Natur rund um Krefeld. Die Morgensonne scheint uns ins Gesicht, spiegelt sich in den umliegenden Seen. Und auch wir spiegeln uns: So sind diese atemberaubenden Aufnahmen über den Altrhein-Rinnen, den „Niepkuhlen” entstanden. Einfach nur schön, oder? 🤩

Nach 30 Minuten erreichen wir Kamp-Lintfort. Der akkurat angelegte Garten des Klosters Kamp sieht doch aus wie eine kleine Pralinenschachtel, oder? Und auch der Golfplatz wirkt von hier oben eher wie eine Mikroskop-Aufnahme aus dem Bio-Unterricht 🔍.

Nach einer Stunde landen wir in Kamp-Lintfort auf einem Kartoffelfeld. Wir sind einfach nur überwältigt von dieser Ballonfahrt und dem einmaligen Blick auf die Region 💛.

Wir sagen Danke an das Team vom Düsseldorfer Aero-Klub – Abteilung Freiballon: Sie haben uns die Fahrt mit Europameister Volker Kuinke, „Verfolger“ Willi Kehrbusch und Pilot Axel Müller ermöglicht.

Wenn Ihr die komplette Ballonfahrt sehen wollt, klickt hier:


Behind the scences: Wir sind in dieser Woche auch getauft worden - warum, wieso? Das erfahrt Ihr in unserem Wochenrückblick im #RheinStories-Podcast:


Weitere Highlights aus unserer zweiten Woche ⬇️


***

#RheinStories treffen Autor Freddie Haase


Freddies Liebeskleckse



Woche 3: Düsseldorf – Als wir den Bilker Hinterhof an diesem Tag betreten, wissen wir noch nicht, dass wir ihn zu Tränen gerührt und nachdenklich wieder verlassen werden. Denn wir treffen Freddie Haase.

Freddie hat lange als Werbekaufmann in einer großen Firma gearbeitet. Der Beruf war stressig, der Druck extrem groß. Zuhause musste Freddie eine fünfköpfige Familie versorgen. Dann wurde er krank. Mit Herzrasen und einem Puls von 180 wurde er in einer Silvesternacht ins Krankenhaus eingeliefert 🏥 . Nach vier Wochen die Diagnose: Burnout.

Lange Zeit zog sich Freddie zurück. Und dann kam das Schreiben. Seine Gefühle auf Papier zu bringen, hat ihm geholfen, die Krankheit zu verarbeiten. Sie beschäftigt ihn aber bis heute.

„Das Schreiben hat mir Struktur und eine Aufgabe gegeben.”

Inzwischen hat Freddie vier Bücher herausgebracht - unter anderem die „Liebeskleckse”, ein Gedichtband über Achtsamkeit und menschliches Miteinander.

Wir haben aus dem Treffen mitgenommen, wie wichtig Pausen sind (gerade wenn man 24/7 mit einem Bulli namens Rheiner unterwegs ist 😁). Jungen Menschen rät er deshalb, auf sich zu achten. Das haben wir uns zu Herzen genommen - und beim anschließenden Kaffee in Düsseldorf das Handy einfach mal zur Seite gelegt.
Danke, Freddie 💙.

Schaut Euch hier die ganze Story an:


Was wir in unserer Woche in Düsseldorf sonst noch erlebt haben - und warum wir eine Wurst 🌭 durch Rheiners Fenster gereicht bekommen haben -, erfahrt Ihr in unserem Wochenrückblick im Podcast:


Weitere Highlights aus Düsseldorf ⬇️


***

#RheinStories auf dem Cheesecake-Hof


Vom Käsekuchen zum Festival

Foto: Cheesecake-Festival

Woche 4: Wesel – Wer mag keinen Käsekuchen 🍰? Wir jedenfalls kennen niemanden. Gleiches haben auch Jana Kruse und Lukas Niermann gedacht. Mit Freundinnen und Freunden haben sie deshalb ihr eigenes Festival nach dem sahnigen Gebäck benannt: das Cheesecake-Festival. 2019 fand es das erste Mal statt - und zwar auf dem Hof von Janas Eltern in Hamminkeln am Niederrhein.

Jana und Lukas haben lange zum Studieren in Köln gelebt, sind 2019 aber zurück in die Heimat aufs Land gezogen. Dort wollten sie aber auf einiges nicht verzichten. Dinge, die auch das Cheesecake ausmachen:

Also haben sie kurzerhand ihr eigenes Event zum Wiedersehen ins Leben gerufen. Das Cheesecake-Festival ist nicht so groß wie Rock am Ring oder Haldern Pop. Es geht vor allem um Freundschaft, respektvolles Miteinander und Nachhaltigkeit. Flaschen mit Plopp-Verschlüssen, Catering von regionalen Landwirtinnen und Landwirten und eine Spülrinne für das mitgebrachte Geschirr gehören mit dazu.

Foto: Cheesecake-Festival
Foto: Cheesecake-Festival

Was uns an der Geschichte von Jana und Lukas beeindruckt hat: Die beiden haben das Cheesecake-Festival – 2019 wurden übrigens 350 Tickets verkauft – komplett ehrenamtlich organisiert 👍. Natürlich nicht allein, sondern mit dem Cheesecake Music e.V., in dem etwa zehn ihrer Freundinnen und Freunde mitwirken. Im eigentlichen Leben arbeiten Jana und Lukas übrigens als Sonderpädagogin und Jugendarbeiter.

Ihr wollt wissen, wie es auf dem Gelände vom @cheesecake.festival aussieht? Dann schaut Euch unsere Story an:


Zwar konnte das Festival 2020 coronabedingt nicht stattfinden, aber die meisten Bands und auch Gäste haben bereits für 2021 zugesagt (Daumen sind gedrückt! ✊). Bis es so weit ist, trösten Käsekuchen und ein paar Erinnerungsvideos:



Kleiner Themenwechsel. Diese Woche hatten wir übrigens eine ganz besondere, tierische Mitbewohnerin: Huhn 🐓! In unserem Wochenrückblick berichten wir, warum Huhn von uns auch ins Bett gebracht werden musste:


Weitere Highlights aus dem Kreis Wesel ⬇️


***

#RheinStories treffen auf Dackelklub


Alles für den Dackel

Woche 5: Geldern – „Alles für den Dackel, alles für den Klub“, diesen Satz aus der Comedy-Serie Hausmeister Krause hat man schon so oft gehört, dass man eigentlich nur noch müde lächelnd auf ihn reagieren kann 🐶. Und trotzdem liegt in diesem Spruch gerade für diese Geschichte ein großer Funken Wahrheit. Denn am Niederrhein bekommt der Dackel wirklich alles: wöchentliches Training, eine gute Dackelerziehung und Gottes Segen 🙌.

Hier findet alljährlich die Dackelwallfahrt nach Kevelaer statt. 2020 musste sie coronabedingt leider ausfallen, aber – alles für den Dackel! – wir waren trotzdem vor Ort und haben den Dackelverein in Geldern bei einer Trainingseinheit besucht.

„Kompanie halt!“, ruft Wolfgang Kuhn. Er ist der Vorsitzende des Gelderner Dackelvereins, den er 1985 mitgegründet hat. Seine Dackeldame Fiene vom Nebelstein hält an. An dieser Stelle kurz für alle Dackel-Neulinge: Die Tierchen haben oft Stammbäume mit herrschaftlichen Namen.

Seine Dackelliebe hat Wolfgang Kuhn an einem Weihnachtsabend vor vielen Jahren entdeckt. Damals lag ein kleiner Welpe unter dem Christbaum. Seitdem ist immer ein Dackel an seiner Seite gewesen:

„Fiene ist meine laufende Nummer elf.“

Ab auf den Dackel-Parcours

Fiene vom Nebelstein, Dusty van Boyvital, Elvis van Loon, Niecke vom Sandwall und neun weitere Kurzbeiner zeigen ihre Tricks 😎. Sie rennen im Slalom, springen über Hürden oder warten geduldig auf die Befehle ihrer Besitzerinnen und Besitzer – also zumindest die meisten.

Unsere Beschreibungen werden diesem Spektakel wirklich nicht gerecht. Deshalb: Unbedingt die Instagram-Story anschauen! Darin erfahrt nämlich auch, warum ausgerechnet der einzige Chihuahua im Klub einen Ehrendackel verliehen bekommen hat:


Ok, eins noch, weil’s so schön war: #truelove ❤️

Was wir in unserer Woche im Kreis Kleve sonst noch erlebt haben, erfahrt Ihr in unserem Wochenrückblick im Podcast 🎙️:


Weitere Highlights aus dem Kreis Kleve ⬇️


***

#RheinStories treffen Tigermama Melissa


Tigerteam für immer

Foto: Melissa Scholten

Woche 6: Heiligenhaus – Eine Löwenmama, die ist jedem ein Begriff. Aber die Tigermama gibt es nur im Kreis Mettmann. Für die #RheinStories haben wir Melissa Scholten besucht und sie hat uns ihre Geschichte erzählt.

Julius, ihr „Tiger“, ist im Alter von sieben Jahren an Krebs verstorben. Die vierjährige Therapiephase mit Hoffnungen und Rückschlägen hat Melissa verändert. Heute setzt sie sich dafür ein, dass Trauer kein Tabuthema mehr ist und zum Leben dazu gehört. Deshalb bloggt sie über ihren Verlust und spricht auch mit uns offen über ihre Gedanken, Gefühle und Erinnerungen.

Für uns war das Interview mit Melissa eines der längsten und intensivsten auf unserer Reise. Wir haben nicht nur über ihre Geschichte gesprochen, sondern auch gemeinsam die Orte besucht, die Melissa an Julius und ihr Tigerteam erinnern:

Der Tigergarten - So nennt Melissa Julius Grabstelle.
Das Paradies - Hier am Fluss hat Julius gerne gespielt.
Das Kinderzimmer - Das bemalte Fenster erinnert Melissa an ihren Sohn.
Die Gleise - Julius war von Zügen immer fasziniert.

„Wenn mich jemand fragt, ob ich Kinder habe, dann sage ich: Ja, ich habe einen Sohn. Aber er ist jetzt im Himmel.“

Über das Leben mit Julius und ihren unwiederbringlichen Verlust hat Melissa auch ein Buch geschrieben. In Julius Tiger Herz – Aufgeben ist keine Option erzählt sie von ihrem Sohn, der Hoffnung und vom Kampf gegen den Krebs:

Zum ihrem Buch wurde auch ein Song veröffentlicht, mit dem Spenden für den Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland gesammelt werden. How to let go von Hello Luke und Blao könnt Ihr Euch hier anhören:


Um Julius auch jetzt weiterhin nah zu sein, hat Melissa @juliustigerherz auf dem Friedhof einen Erinnerungsort geschaffen. Im Tigergarten verbringt sie viel Zeit und hat ihn mit Erinnerungsstücken geschmückt – viele selbst gemacht und passend zu Geburtstag oder Feiertagen. So leuchtet in der Weihnachtszeit auch mal eine Lichterkette im Tigergarten. Ein Gegenstand steht dort aber zu jeder Jahreszeit:

„Wenn sich das Rädchen dreht, ist das Julius, der weiß,
dass ich komme.”

Die ganze Story mit Melissa findet Ihr hier:


Im Wochenrückblick sprechen wir darüber, wie bewegend das Treffen mit Melissa für uns war. Hier kommt Ihr zur ganzen Folge:


Weitere Highlights aus dem Kreis Mettmann ⬇️


***

#RheinStories treffen Rinder-Retterin Julie


Ein Bulle zum Schmusen

Woche 7: Solingen – Julies bester Freund heißt Noni und steht total auf Äpfel. In Solingen zeigt sie uns, welche Tricks Noni drauf hat – ziemlich beeindruckend, denn Noni ist ein 900 Kilogramm schwerer Bulle 🐂. Die beiden verbindet eine herzzerreißende Geschichte.


Julie ist auf einem Rinderzuchthof in Niedersachsen aufgewachsen. Sie sah die Tiere zur Welt kommen, wuchs mit ihnen auf - bis sie plötzlich immer verschwanden. Irgendwann verstand Julie, warum: Ochsen haben keinen Wert in der Rinderzucht, verwertet wird nur noch ihr Fleisch 🥩.

Dann kam Noni. Julie hat ihn mit der Flasche aufgezogen 🍼, ist auf ihm geritten und hat ihn gestriegelt wie ein Pferd. Die Familie hatte kaum Verständnis dafür. Doch Julie hatte längst ihren eigenen Lebensweg eingeschlagen.

„Noni hat mir gezeigt, dass es völlig egal ist, ob ich
einen Hund streichle oder ein Rind.“

Heute lebt Julie @mywildox in Solingen, ernährt sich vegan 🌿 und hat neben Noni auch noch acht weitere Rinder vor dem Schlachthof gerettet. Und die sind ganz schön neugierig. Sie beschnüffeln unser Equipment und fordern ihre Streicheleinheiten trotz der Dreharbeiten ein. Da helfen nur noch ein paar Äpfel 🍎 als Ablenkung:


In unserer Instagram-Story könnt Ihr Noni und die anderen Rinder in Aktion sehen:


Im Podcast erzählen wir übrigens auch von unserem Besuch bei Mathe-Youtuber Daniel, Feenstaub-Zwieback, einer Bergischen Kaffeetafel und gleich mehreren Unwettern. Nebenbei gibt's ein bergisch inspiriertes Camper-Menü:


Weitere Highlights aus unserer siebten Woche ⬇️


***

Wir stoßen auf die #RheinStories an


Hoch die Gläser

Woche 8: Kaarst – Auf die #RheinStories haben wir zum Schluss angestoßen. Und zwar mit unserem selbstgebrauten Bier: dem Reservekanister 🍻. Gemeinsam mit den Hobbybrauern Matthias Ziche, Tom Ringe und Christoph Gerressen aus Kaarst haben wir unseren Sud angesetzt.

Zuerst war das Biertrinken, dann kam das Brauen – so beschreiben Matthias, Tom und Christoph ihren Start als Hobbybrauer. Die Drei haben sich durch ihre Kinder kennengelernt und vor zwei Jahren mit dem Brauen begonnen. Inzwischen tragen sie den Teamnamen Meister Ziche.

„Was wir gerne trinken, sollten wir auch einmal selber machen.”

Bier ist für die Drei Hobby und Leidenschaft: Matthias hat tausende Kronkorken zu einem Kunstwerk an der Garagendecke zusammengestellt. In ihrem Lager haben sie diverse Säcke voll unterschiedlicher Hopfen- und Malzsorten gelagert. 2019 haben sie das erste Mal an der deutschen Hobbybraumeisterschaft des Störtebeker Brauquartiers in Stralsund teilgenommen 🏆.

36 Grad und es wird noch heißer - im prallen Sonnenschein haben wir den Sud für unser Altbier angesetzt und mussten dabei alle fünf Brauschritte akkurat beachten. Die ganze Brau-Story 🍺 findet Ihr hier:


Am letzten Abend haben wir in kleiner Runde unsere #RheinStories am Lagerfeuer auf dem Lammertzhof mit unserem Bier ausklingen lassen. Schön war`s 🤗!

Im Rückblick sprechen wir über den Neusser Schützenkönig ohne Schützenfest, über Sturmtief Kirsten und sturmbegeisterte Gäste:

Weitere Highlights aus unserer letzten Woche ⬇️



Bevor diese Reise vorbei ist...

...müssen wir euch aber noch etwas sagen: Et war auch janz schön lustig 😀! Hier kommen die besten Outtakes aus den #RheinStories:


Acht Wochen, acht Regionen, acht Höfe, ein Elektro-Bulli, 90 Interviews, 55 Nächte im Dachzelt, 1320 Stunden on Tour: Das waren die #RheinStories! Aber was bleibt vom Projekt, was haben wir gelernt? Über die Region, über den Lokaljournalismus, über uns selbst? Darüber sprechen wir im großen Rückblick in der finalen Folge des #RheinStories-Podcast.

„Das war die beste, geilste Zeit! Diese Reise werden wir nie vergessen - wie schön doch unsere Heimat, das Rheinland, ist!”

Ein Riesendankeschön geht raus an unsere Gastgeberinnen, Gastgeber und Partner:

Jörg und Kira Engels vom Finkenberger Hof in Mönchengladbach, Stephie und Finn Bönniger vom Steveshof in Krefeld-Hüls, Sven und Karin Rahm vom Hof am Deich in Meerbusch, Jutta Becker-Ufermann vom Appelbongert in Schermbeck, Familie Dittrich vom Nierswalder Landhaus in Goch, Jana Kruse und Lukas Niermann vom Cheesecake-Hof in Hamminkeln, Roland Rapp vom Halfeshof in Mettmann, Sebastian Kempe vom Hof Kempe in Remscheid und Familie Hannen vom Lammertzhof in Kaarst ❤️.

Die #RheinStories wurden ermöglicht durch REWE und IKEA. Weitere Partner waren das Planungsbüro Broedersdorff & Koenzen, Naturstrom und Gärtner Pötschke.


***

Haben Sie Anmerkungen oder einen Fehler entdeckt? Wir freuen uns über Ihre Mail.

Von Marie Ludwig (Text), Maren Könemann (Text), Phil Ninh (Design und Programmierung)


RP ONLINE, 05.03.2021

Impressum, Datenschutzhinweise