Staatsgründung

70 Jahre Israel


Von Jessica Balleer und Marlen Keß


Heute vor 70 Jahren erklärte der Staat Israel seine Unabhängigkeit. Dabei gibt es nicht nur Grund zum Feiern - eine friedliche Lösung im Konflikt mit den Palästinensern ist nicht in Sicht, und zur Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem werden erneut Proteste erwartet. Wie lebt es sich in dem gespaltenen Land? Und warum zieht es immer mehr Israelis nach Deutschland? Wir haben mit jungen Menschen gesprochen – in Jerusalem und Berlin.

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Zwei Staaten, eine Heimat

Von Jessica Balleer


Die 23-Jährige Naama (2. v.l.) diskutiert beim Mittagessen im Jerusalemer Studentenviertel mit ihrem Freund Daniel (24) über den Nahostkonflikt. Foto: Jessica Balleer

70 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung grenzt es an ein Wunder, wie gut sich der Staat Israel entwickelt hat. Die Wirtschaft wächst, doch die Politik ist weit entfernt von einer Lösung des Konflikts mit den Palästinensern. In der Bevölkerung treibt die Hoffnung auf Frieden neue Blüten.

Jerusalem – Naama faltet das Fladenbrot zwischen ihren Fingern und zieht es durch eine Schale mit Hummus. Die 23-Jährige, raspelkurze Haare, weite Kleidung, wacher Blick, hat Mittagspause. Sie sitzt mit Freunden in einem Eckrestaurant im Studentenviertel Nachlaot, mitten in Jerusalem. „Wir reden fast täglich über den Konflikt“, sagt Naama und beißt ein Stück Brot ab. Zwei Jahre lang hatte sie in der israelischen Armee gedient, ehe sie ein Studium der Literaturwissenschaften begann. „Aber immerhin ist es jetzt schon lange ziemlich ruhig.“ Seit knapp einem Monat hat es keinen Anschlag mehr in Jerusalem gegeben – am Gazastreifen aber bekämpfen sich zu diesem Zeitpunkt israelische Soldaten und Palästinenser.

Arabische Freunde oder Bekannte hat Naama nicht, obwohl Araber fast 40 Prozent der 890.000 Stadtbewohner ausmachen. Es habe nie eine Möglichkeit gegeben, welche kennenzulernen. „Das Problem ist, dass Menschen einander nicht vertrauen können, wenn sie sich nicht kennen“, sagt die 23-Jährige und schluckt den letzten Happen herunter. Naama ist ein Kind der Stadt – und damit auch ein Kind des Konflikts. Als Enkel der Staatsgründer trägt ihre Generation die Verantwortung für Israels Zukunft.

Diese Geschichte könnte mit dem 2000 Jahre alten Antijudaismus beginnen, damit, dass Juden aus Palästina vertrieben wurden. Sie könnte 1918 beginnen, als Großbritannien deren Rückkehr nach Palästina zuließ. Doch sie beginnt mit dem 14. Mai 1948, also dem fünften Tag des Monats Iyar nach dem jüdischen Kalender. David Ben-Gurion rief damals die Unabhängigkeit Israels aus und wurde erster Ministerpräsident des Staates. Es grenzt schon an ein Wunder, dass Israel fortan Kriege gegen Nachbarstaaten überstanden und sich trotz des Nahostkonflikts derart entwickelt hat.

Die Geburt des Staates Israel war ein Versprechen an alle Juden auf dieser Erde. Er wurde zu ihrer Lebensversicherung nach dem Holocaust. Doch 1967 wandelte sich der Staat. Nach dem Sieg im Sechstagekrieg begann der Siedlungsprozess im Westjordanland. Aus Israels Selbstverteidigung wurde eine Okkupation. Der Konflikt mit den Palästinensern spitzte sich zu – und er hält an. Wer verstehen will, wie kompliziert die Situation bis heute ist, der muss nach Jerusalem.

Enge Gassen und viele Touristen. Mittendrin die Familien im jüdischen, christlichen, muslimischen und armenischen Viertel der Altstadt. Jerusalem ist wie ein Mosaik, das zusammengesetzt ein wunderschönes Bild ergibt. Aus den Nachrichten kennen viele bloß Terror, Anschläge und Unruhen in dieser wohl speziellsten aller Städte, die Ben-Gurion 1949 zu Israels ewiger Hauptstadt erklärte, deren östlichen Teil aber die Palästinenser ebenso als Hauptstadt für ihren Staat beanspruchen. Jerusalem ist das Zentrum des Konflikts. Jerusalem ist aber auch der Ort, an dem der Frieden beginnen kann. Man findet immer mehr Menschen, die daran glauben und dafür arbeiten.

Zwar scheinen in der Regierung von Premier Benjamin Netanjahu der Mut und der Wille dazu zu fehlen, aber in der Stadt formiert sich in diesen Tagen die wohl interessanteste politische Bewegung – auf kommunaler Ebene. Sie heißt „Yerushalayim Al Quds“ – setzt sich also aus der hebräischen und arabischen Bezeichnung für „heiliges Jerusalem“ zusammen. Initiatoren sind der israelische Autor Gershon Baskin und der palästinensische Aktivist Asis Abu Sarah. Sie wollen für die Kommunalwahl im Herbst eine israelisch-palästinensische Liste aufstellen. Bislang hatten die 350.000 Palästinenser Wahlen stets boykottiert. Baskin sagt: „Aus Jerusalem sollen die Friedensglocken läuten und soll die Botschaft der Hoffnung gesendet werden.“

Rund 17 Minuten Autofahrt südlich von Jerusalem liegt Tekoa. Hier, mitten im Westjordanland, setzt sich ausgerechnet ein Rabbiner für ein friedliches Miteinander von Juden und Arabern, Siedlern und Palästinensern ein.

Shaul David Judelman (39) eilt in Sandalen, Stoffhose und braunem Hemd die Straße hinab. „Hey there!“, ruft er und entschuldigt sich für die Verspätung. Die drei Kinder (eins, drei und fünf Jahre alt) hätten ihn an diesem Morgen besonders in Anspruch genommen. Judelman lebt seit fast 20 Jahren in Israel. Aufgewachsen in Seattle, siedelte er aus den USA hierher. Sein Heimatdorf Tekoa liegt zwischen sattgrünen Hügeln an einer imposanten Schlucht. Der einzige Makel: Ein Stacheldrahtzaun durchzieht das Dorf. Im nördlichen Teil leben etwa 5500 jüdische Siedler, im Süden knapp 9000 Palästinenser.

Rabbiner Shaul David Judelman (39) sitzt auf einem Berg im jüdischen Teil des Dorfs Tekoa und blickt auf das palästinensische Gebiet. Foto: Jessica Balleer

Judelman erzählt, dass es nur mit Genehmigung der Sicherheitskräfte erlaubt sei, die Bergstraße in den jeweils fremden Teil zu befahren. Und er erzählt von der Organisation „Roots“ (Wurzeln), die das ändern will. Rund 30 Israelis und Palästinenser aus Tekoa hätten mit ihren Aktionen bereits mehr als 16.000 Menschen in israelischen und palästinensischen Städten erreicht. „Wir organisieren Austausch zwischen Schulen und bieten Möglichkeiten zum Kennenlernen“, sagt Judelman. Nicht immer sei das angenehm: „Am Unabhängigkeitstag laden wir zu einem Treffen ein, bei dem es um Nakba und Alijah geht.“ Das heißt: Palästinenser erzählen, wie Familienmitglieder 1948 enteignet oder vertrieben wurden. Israelis, wie ihre Großeltern in die Heimat ihrer Vorfahren zurückgekehrt sind. „Zum Dialog gehören auch Konfrontation und Verständnis.“

Der Rabbi bezeichnet es selbst als „verrückte Idee“, dass ausgerechnet religiöse Siedler wie er als Friedensbotschafter auftreten. Er berichtet auch von „Roots“-Mitgliedern, die sich zurückgezogen hätten, weil sie bedroht worden seien – auf palästinensischer Seite. Die Terrororganisation Hamas stecke dahinter, auch mächtige Familienclans, glaubt er. Judelman hat noch keine Anfeindungen erlebt, nur sein Freund Shmulek, der habe sich abgewendet. „Du bist ein Träumer, Shaul!“, habe er gesagt. „Mit denen kann man keinen Frieden schließen!“ Die Haltung vieler verändere sich, wenn es zu Zwischenfällen komme.

Die „Roots“ haben keinen konkreten Friedensplan. Judelman aber glaubt an die Idee der modernen Friedensbewegung: „Two countries, one homeland“ meint, zwei Staaten in den Grenzen von 1967 sollen von einer Regierung geführt werden, so die Utopie. „Ohne unsere Arbeit an der Basis wäre jede Hoffnung im Vorhinein schon verloren“, sagt Judelman. Davon ist auch sein palästinensisches Pendant Ali Abu Awwad überzeugt: „Die Angst ist der Feind, den es zu besiegen gilt“, sagt der Aktivist, der als „palästinensischer Gandhi“ bezeichnet wird.

Graswurzelbewegungen schießen in Israel aus dem Boden wie Obst und Gemüse auf den Golanhöhen. Etwa die „Women Wage Peace“-Initiative (zu Deutsch: „Frauen wagen Frieden“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen am Friedensprozess zu beteiligen. Aktivistin Shlomit Ashkenazi erklärt, es seien ja auch „Mütter, die ihre Kinder in den Krieg schicken müssen“. Wöchentlich demonstrieren einige Frauen vor dem Parlament, der Knesset, für die Aufnahme von Gesprächen. Die Botschaft: Das Volk pocht auf Veränderung.

Innenpolitisch hemmen zwar Korruption, hohe Lebenshaltungskosten und soziale Probleme, die der rasche Anstieg der Einwohnerzahl mit sich brachte, das Land. Andererseits boomen etwa Wirtschaft und Tourismus. Der Frieden mit Jordanien und Ägypten hat Bestand. Und mit Deutschland und den USA weiß der jüdische Staat zwei mächtige Freunde an seiner Seite.

Zum 70. Geburtstag bleibt vielleicht, Israel die Daumen zu drücken. „Masel tov“ zu sagen. Dass das Gemäßigte über den Nationalismus siegt. Das gilt auch für Palästina – schon vor dem ersten Geburtstag, der kommen muss und wird. Es passte das Credo von Ben-Gurion, der stets sagte: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.





Gekommen, um zu bleiben

Von Marlen Keß


Eine mittlerweile typische Straßenszene in Berlin-Neukölln: Im Café „Gordon“ gibt es israelische Küche – und Schallplatten zu kaufen. Foto: dpa

Immer mehr Israelis zieht es nach Deutschland, vor allem ins hippe, weltoffene Berlin. Viele haben das Gefühl, sich hier freier bewegen zu können als in der Heimat – trotz der antisemitischen Vorfälle, die in den vergangenen Wochen immer wieder Schlagzeilen gemacht haben

Berlin – Nitzan Werber ist nicht gern allein. Ihre Wohnung in Berlin-Friedrichshain teilt sie sich mit einem Mitbewohner. Wenn ihre Eltern und ihre beiden Brüder zu Besuch kommen, schlafen alle zusammen in einem Zimmer. Das sei typisch für Israelis, sagt die 30-Jährige. An einem kühlen Frühlingstag sitzt sie in einem Café an der Frankfurter Allee nahe ihrer Wohnung. „Bis auf das Wetter ist es wirklich schön hier“, sagt Werber und lacht. „In Israel ist eigentlich immer Sommer.“

Softwareingenieurin Nitzan Werber kam vor drei Jahren nach Berlin. Foto: Marlen Keß

In Tel Aviv geboren und aufgewachsen, kam Nitzan Werber vor drei Jahren nach Berlin. „Meine Beziehung scheiterte, und mein Job war schrecklich“, sagt die Softwareingenieurin, „ich habe einen Neustart gebraucht.“ Eine Freundin habe zu der Zeit in Berlin studiert, die habe sie für zehn Tage besucht. „Dann habe ich entschieden zu bleiben.“ Damit ist Werber nicht allein. Berlin gilt als weltoffen und hip, als Sehnsuchtsort für junge Menschen aus der ganzen Welt. Auch aus Israel.

Einer von ihnen, der damals 25-jährige Naor Narkis, sorgte im Oktober 2014 für Aufsehen, als er bei Facebook das Foto eines Schokopuddings postete. Er kostete nur 19 Cent – für Narkis ein Anlass, seine Landsleute zum Auswandern aufzurufen. Ein Leben in Israel sei nur für Reiche möglich. Sein Beitrag löste eine Flut an Berichten aus – die „New York Times“ schrieb von einem „Exodus“ junger Israelis nach Berlin, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ fragte: „Was soll die israelische Begeisterung für Berlin?“ Von bis zu 30.000 Israelis in der Stadt war die Rede.

„Ein großer Hype“, sagt die Anthropologin Dani Kranz. Die Zuwanderung aus Israel nach Deutschland nehme zu – aber weitaus mehr Israelis würden in die USA oder nach Großbritannien auswandern. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lebten zum Stichtag 31. Dezember 2017 fast 4800 israelische Staatsbürger in Berlin. Ihre Zahl hat sich seit 1990 knapp verdreifacht. Dazu kommen die, die nicht lange bleiben oder sich nicht bei den Behörden melden. Die israelische Botschaft schätzt, dass aktuell bis zu 13.000 Israelis in Berlin leben.

Von einer Massenbewegung Richtung Berlin will Kranz nicht sprechen, stellt aber fest: „Deutschland wird in Israel sehr positiv wahrgenommen, wegen der hohen Lebensqualität und des großen Arbeitsmarkts.“ Viele junge Israelis hätten zudem das Gefühl, sich hier freier bewegen zu können als in der Heimat. „Die israelische Gesellschaft ist sehr familiär, viele junge Israelis sehen sich aber als kosmopolitisch.“ Berlin sei als international geprägte Metropole attraktiv – trotz der antisemitischen Tendenzen, die in den vergangenen Monaten immer wieder Schlagzeilen gemacht hätten.

Alon Naor ist in Düsseldorf aufgewachsen und hat später in Tel Aviv gewohnt. Dann kam er für einen neuen Job nach Berlin. Foto: Marlen Keß

Schulkinder berichteten von Anfeindungen auf dem Schulhof, im Ortsteil Prenzlauer Berg wurde ein junger Mann auf der Straße mit einem Gürtel geschlagen und beschimpft, weil er eine Kippa trug. Ein Video der Attacke verbreitete sich in sozialen Medien, der Angreifer sitzt in Untersuchungshaft. Alon Naor hat solche Erfahrungen noch nicht gemacht – sagt aber: „In manchen Gegenden fühle ich mich nicht wohl, wenn ich Hebräisch spreche.“ Der 24-jährige Sohn einer deutschen Mutter und eines Israelis ist in Düsseldorf aufgewachsen, hat später in Tel Aviv gelebt und wohnt seit drei Jahren in Berlin. Er kam für einen neuen Job – und blieb.

Nitzan Werber sagt, dass manche ihrer Freunde Erfahrungen mit Antisemitismus gemacht hätten, sie selbst sei damit bisher nicht in Berührung gekommen. Ihre Entscheidung, nach Berlin zu kommen, habe in ihrer Heimat nicht jeder verstanden. Ausgerechnet Berlin, habe es zum Beispiel geheißen. Hauptstadt des nationalsozialistischen Regimes, das während des Zweiten Weltkriegs mehr als sechs Millionen jüdische Menschen tötete. Ausgerechnet hier soll einer jungen Israelin ein Neuanfang gelingen? Für Werber ist das kein Widerspruch. Zwar fehlten ihr die Heimat, die Atmosphäre, die Familie. Aber sie sei glücklich: „Das kulturelle Leben, die Partys, die Kunst. Hier kann jeder sein, wie er will.“

Geholfen habe ihr beim Ankommen auch die israelische Gemeinschaft. Diese sei sehr aktiv, zum Beispiel bei Facebook. Die Gruppe „Israelis in Berlin“ hat mehr als 15.000 Mitglieder, darunter Alon Naor. Beide sagen: In der Gruppe geht es von Ausflugstipps über Hilfe bei der Wohnungssuche bis hin zu politischen Diskussionen um eigentlich alles. Geschrieben wird auf Hebräisch, laut Werber der wichtigste Identifikationsfaktor. Ansonsten sei die Gemeinschaft ambivalent, sagt Naor. Manche seien religiös, andere nicht, manche konservativ, andere liberal. Dazu komme: „Einige bleiben lieber unter sich, andere sind offen, wollen am Leben teilhaben.“

Zu Letzteren zählt er sich auch selbst. An einem lauen Aprilabend sitzt Naor in einem israelischen Café in Neukölln und dippt ein Stück Fladenbrot in Hummus. Der Gastraum ist zur Straße offen und gut gefüllt, im Hintergrund läuft Popmusik. Der Wissenschaftlerin Dani Kranz zufolge tragen Restaurants wie dieses zur stärkeren Wahrnehmung des israelischen Lebens in der Hauptstadt bei. Alon Naor versucht, alle israelischen Restaurants auszuprobieren – kommt derzeit aber kaum noch hinterher: „Es eröffnen ständig neue, sie sind inzwischen fester Bestandteil der Gastroszene.“

Nina Peretz ist Vorsitzende des Vereins "Freunde der Synagoge". Foto: Marlen Keß

Weithin sichtbar soll auch das neue Projekt der jüdischen Gemeinde am Fraenkelufer sein. Der Verein „Freunde der Synagoge“ will das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Synagogenhauptgebäude neu erbauen – auch als Zeichen gegen Antisemitismus. Dazu organisiert der Verein religiöse und kulturelle Veranstaltungen, die teilweise auch Nichtjuden offenstehen. Die Vorsitzende, Nina Peretz, sagt: „Das Interesse am jüdischen Leben ist in Berlin in den vergangenen Jahren definitiv gewachsen.“ Mit ihrem israelischen Mann lebt die Konvertitin seit sieben Jahren gleich um die Ecke der Synagoge. Bald kommt das erste Kind zur Welt, es soll in Berlin aufwachsen.

Auch Nitzan Werber kann sich vorstellen zu bleiben. Die komplizierte historische Verbindung von Israel und Deutschland schreckt die 30-Jährige nicht ab, vielmehr will sie sie mit neuem Leben füllen: „Ich möchte an der Gesellschaft teilhaben und wirklich hier ankommen.“




Erinnerung und Verpflichtung

Yad Vashem - Die Gedenkstätte auf dem Berg der Erinnerung in Jerusalem wurde 1953 als ein Zentrum für Dokumentation, Erforschung, Pädagogik und Gedenken an den Holocaust gegründet.

Freundeskreis Yad Vashem - Die Initiative fördert Projekte in Israel und Deutschland im Bereich der Erinnerung. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, „die Arbeit der Gedenkstätte finanziell und ideell zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende und Ex-„Bild“-Chef, Kai Diekmann. Im Vorstand sind „Tagesspiegel“-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff und FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff. Ex-NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist Kuratoriumsvorsitzender. Jeder kann Mitglied werden.

Projekt - Auf dem Herzlberg soll das „Heritage Building“ entstehen: ein neuer Gebäudekomplex für die zahlreichen Artefakte und Nachlässe Holocaust-Überlebender.



Cover: Carla Schnettler, Phil Ninh, dpa
Bilder: Jessica Balleer, Marlen Keß, dpa
Video: ARD, arte, Bayerischer Rundfunk, euronews, NDR, phoenix

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Von Jessica Balleer (Recherche und Text), Marlen Keß (Recherche und Text), Christina Rentmeister (Grafik), Phil Ninh (Design und Programmierung)


RP ONLINE, 14.09.2019

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